2015: AGOF startet Kampagnen-Erfolgskontrolle?

TLDR: neuer AGOF-Standard ermöglicht in der Displaywerbung zentrales Tracking von Reichweiten, Targeting und Sichtbarkeit. Fantastische technische Möglichkeiten , werden sie auch genutzt? Transparenz in Digital Media wäre ein grosse Überraschung. (Eine sehr große.)

TLDR: neuer AGOF-Standard ermöglicht in der Displaywerbung zentrales Tracking von Reichweiten, Targeting und Sichtbarkeit. Fantastische technische Möglichkeiten , werden sie auch genutzt? Transparenz in Digital Media wäre ein grosse Überraschung. (Eine sehr große.)

Eine unscheinbare Pressemitteilung der Arbeitsgemeinschaft Online Forschung (AGOF) mit dem etwas kryptischen Titel “AGOF schafft Standard für die Ex-Post-Betrachtung” verkündet den Start eines Projektes zur Erfolgskontrolle von Online-Kampagnen. Ziel sei ein “Standard für die Messung, Kontrolle und Bewertung von Kampagnen.”

Ein neuer AGOF-Tracking-Code soll zukünftig nicht nur, wie bislang, auf den Werbeträger-Websites, sondern auch direkt in Werbemittel eingebaut werden können. Der Schritt liegt nahe. Was bedeutet er für die Zukunft? Wirklich so wenig, dass nur absatzwirtschaft und Internet World Business die Meldung aufgreifen?

“In wenigen Monaten” so die AGOF, könnten alle Marktpartner mit Hilfe von AGOF-Daten „auch während der Laufzeit Kampagnen überprüfen“.

Was der Standard leisten könnte

Internet World meint, im Onlineadvertising seien bald folgende Standards verfügbar :
1. Bruttoreichweiten (ausgelieferte Ad-Impressions)
2. Nettoreichweiten (erreichte Uniques)
3. sozio­demografische Strukturen (erreichte Zielgruppen)

Das ist eigentlich schon genug Neues für einen Quantensprung, aber auch eine„schnelle Lösung für Viewability“ legt der Artikel nahe. Das wiederum bedeutet: Sichtbarkeit, Sehdauer…zentral gemessen. Technisch möglich wäre es, ebenso wie Post-View-Tracking.  Meint das “Ex-Post” in der Pressemitteilung womöglich genau dies?

Man darf höchst gespannt sein, wie der Markt auf die nicht geringen neuen Möglichkeiten des AGOF Tracking reagieren wird. Vielleicht setzen neue Standards zur Online-Leistungsbewertung ja Kräfte frei, um sich den vielfach geforderten vergleichbaren Wirkungsnachweisen zu widmen. Dann kann 2015 ein gutes Jahr für Online werden und es muss den Vergleich mit der Klassik nicht (mehr) scheuen.