Was Daten verraten – wenn man sich um sie kümmert (Social Media Nutzung)

Die Interpretation von Daten, zum Beispiel zur Social Media Nutzung, ist so mühsam wie die Arbeit eines Trüffelschweins. Aber halt, hat das Schwein nicht Spaß am Trüffel suchen? Hat es,  das ist aber auch kein Wunder, es ist schließlich kein schlecht gelaunter Erbsenzähler, wie die Herren in unserem Bild. Hier ein Beispiel, was passiert, wenn man sich Daten mit etwas Spaß etwas genauer anschaut. Wir erfahren interessante Dinge zur Medienwirtschaft und zu Youtube.

ARD/ZDF Onlinestudie: ein Paradies für Trüffelschweine, aber nur für die.

Die ARD/ZDF Onlinestudie ist ein unbestrittener Leuchtturm für die Forscher und die Branche. In der 2018er Ausgabe finden sich unter Dutzenden von Tabellen zwei zur Social Media Nutzung, die wir uns jetzt einmal greifen. Sie enthalten fast 100 Datenpunkte, also einzelne Messwerte. Das sind 93 Datenpunkte zu viel.

Warum? „Liefere maximal 7 verschiedene Informationen“, das ist die Faustregel zur menschlichen Wahrnehmungsfähigkeit, die allen UX Designern in die Ausbildungswiege gelegt wird. Und sie stimmt einfach, das zeigt jede Lebens- und Designerfahrung. Wer bitteschön soll also 100 Informationen aufnehmen, verdauen und dann auch noch etwas daraus machen? Die Antwort: Nobody. Eventuell hilfreich ist ein Interpretations-Bot, ein Textroboter, wie companion ihn programmiert, falls man viele Daten gleichförmig genug verarbeitet.

Wir kochen eine Trüffelessenz

Wir vereinfachen also die zwei Tabellen mit den 100 Datenpunkten, wir haben ja Spaß daran. Dazu vollziehen wir die abstrakten und mehrdimensionalen Kontexte und Aussagen nach, die jede Statistik auszeichen und verdichten dann alles auf 3×6 Datenpunkte. Die Marktforscher mögen uns die „fehlende Präzision“ (ähem, wir arbeiten mit arithmetischen Mittelwerten) verzeihen, Man kann sie ebensogut „gewollte Verständlichkeit“ nennen. Wir nehmen nun die 18 Datenpunkte, es sind immer noch zu viele, und verteilen sie auf 2 Folien. Man ahnt, was Churchill sagen wollte, mit diesen Statistiken, denen man nur dann trauen könne, wenn man sie selber gefälscht habe. Er meinte: Reduktion, Herauslesen subjektiv relevanter Details.

So haben wir das auch gemacht und wir haben nun, was wir wollen, nämlich ein Ergebnis, das Humanoide ohne besondere Anstrengung, besondere Fachkenntnis oder besondere Motivation verarbeiten können. Das nennt man Vereinfachung, ist unser Job und wir sehen Interessantes.

Interessantes zur Social Media Nutzung in Deutschland 2018

  1. Social Media dominiert die Diskurse in Marketing & Medien. Ihre Reichweite in „werberelevanten ZG“ ist weitaus geringer als gefühlt.
  2. Die YouTube-Nutzung der „Jugendlichen“ unterscheidet sich krass von der der „Mittelalten„. Ist YT-Nutzung „gelebte Zeitverschwendung“?
  3. Alte schauen wieder mehr Youtube, die Mittelalten haben keine Zeit. YT-Nutzung kann als „nicht produktive Entspannungszeit“ interpretiert werden.
  4. Alle Daten finden Sie auch in der genannten sehr empfehlenswerten Quelle bei ARD und ZDF. Datenreduktion & Dateninterpretation (gegebenfalls auch automatisch) finden Sie allerdings nur bei uns.